Frank Buschmann ist für klare Aussagen Kante bekannt. Vor der bayerischen Landtagswahl äußerte sich Kommentator zur Parteienlandschaft – und insbesondere der AfD.TV-Kommentator Frank Buschmann ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In seinem neuen Video bei Instagram wird er diesem Ruf einmal mehr gerecht. Als Disclaimer schickte er seinen Followern direkt entgegen: „Schaltet lieber direkt ab, wenn Euch Politik ankotzt oder die Gesellschaft.“ Er müsse aber dennoch „einfach was loswerden“.Grund dafür: die Landtagswahl in Bayern. Genauer gesagt die Briefwahlunterlagen, welche der Kommentator tags zuvor ausfüllen wollte. Buschmanns konkretes Problem: Es sei ihm „noch nie so schwergefallen, mein Kreuzchen irgendwo zu machen“.Buschmann fühlt sich „von keiner Partei mehr repräsentiert“Dies solle kein „Bashing“ gegen eine einzelne Partei oder das Parteiensystem generell sein, doch er fühle sich bei der Wahl am 8. Oktober „von keiner Partei mehr repräsentiert“. „Jede und Jeder“ aus der Politik meine, „populistisch in sozialen Netzwerken, in Interviews im Fernsehen agieren zu müssen.“Überraschenderweise werde aber keine politische Entscheidung alle Menschen glücklich machen. „Deshalb hat man früher versucht, Kompromisse einzugehen und auch mal hinter verschlossenen Türen – und kommt mir jetzt nicht mit Kungelei und Klüngelei – Probleme im Zweifel auch hart zu diskutieren und einen Mittelweg zu finden. Das findet – gefühlt – für mich in der Politik überhaupt nicht mehr statt“, so das Urteil des Sky-Kommentators.Danach versuchte er, diese These anhand einzelner Parteien zu konkretisieren. Mit der einen oder anderen Meinung von Grünen-Politikern gehe er beispielsweise „absolut d’accord“, aber andere Dinge von diesen finde er „abstrus bis schädigend für unser Gemeinwohl“.Genauso könne er Dinge bei der SPD „gut finden“ und „anderes nicht so“. Dies gelte auch für CSU und FDP – dann werden es aber auch „schon schwierig“, so der 58-jährige gebürtige Bottroper.“Ramschladen“: Kommentator Buschmann kritisiert SportsenderAndere Parteien, die nicht „demokratischen Vorgaben“ entsprächen, könne er generell nicht wählen, führte Buschmann weiter aus. Da wolle er auch nicht „von irgendwelchen Leuten belehrt werden, die sagen, ich würde ja nur die AfD nicht wählen und nicht dazu stehen, wenn ich sie wählen würde, weil ich dann meine Jobs verlieren würde.““Also ich habe schon noch ein Hirn, ein Herz, einen Verstand, Empathie und kann das ganz allein entscheiden“, so der Sky-Kommentator: „Und wenn ich deshalb meinen Job verlieren würde, wenn ich davon überzeugt wäre, dass die AfD dieses Land ins Paradies führen würde, dann würde ich sie trotzdem wählen. Aber überraschenderweise bin ich genau vom Gegenteil überzeugt und logischerweise wähle ich sie dann nicht.“Seit über drei Jahrzehnten mit SportjournalismusDennoch sei er hundertprozentig davon überzeugt, dass „nicht jeder AfD-Wähler ein Faschist ist.“ Für ihn persönlich sei die AfD aber trotzdem „überhaupt keine Alternative“ und „nicht wählbar“.Frank Buschmann ist seit über drei Jahrzehnten als Sportkommentator tätig. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Fußball- und Basketball-Kommentierungen im DSF (heute: Sport1) bekannt. Mittlerweile arbeitet er unter anderem für Sky – beispielsweise in der samstäglichen Bundesliga-Konferenz.