Kanzlerin Merkel mit Fraktionschefs bei Opel
Rüsselsheim (dpa) – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im Opel-Werk Rüsselsheim mit den Unions-Fraktionsvorsitzenden aus Bund und Ländern zusammengetroffen. Sie wurde dort von Opel-Chef Nick Reilly begrüßt.
Sehen, fühlen und hören Sie unsere Kanzlerin vom 07.03.09 – Zwischenfragen sollten erlaubt sein. Mit hochgestelltem Daumen und gedämpfter Stimme wird die Nation wieder einmal auf Zusammenhalt eingeschworen. Leider ist nach Ansicht von Frau Bundeskanzlerin Merkel noch nicht der Zeitpunkt gekommen Opel zu retten, doch sie ist zuversichtlich, dass Deutschland gestärkt bzw. stärker aus dieser Wirtschaftskrise heraus geht, als es hineingegangen ist. Jede ist Krise ist ein Neuanfang. Nach Krieg, Gründung der BRD und Wiedervereinigung, wissen die Deutschen, das Neuanfänge kosten. Das Schuldenkonto wächst mit jedem Neuanfang kontinuierlich an und fordert Zinszahlungen von schwer erarbeiteten Steuerzahlungen. Doch diese Krise sprengt alle bisherigen staatlichen Forderungen an die Staatsbürger. Rettungsmaßnahmen für Banken, Firmen und Industrie stehen an. Doch im Hintergrund schwelen schon Staatsbankrotte einiger Euro-Länder, für die wohl hauptsächlich Deutschland einstehen muss. Wie viel Wirtschaft braucht der Deutsche Staat? Wäre es nicht besser die Firmen und Banken in den Konkurs gehen zu lassen und hinterher den Staat als Konkursverwalter einzusetzen? Frau Merkel machen Sie das schon richtig?
Opel-Chef Nick Reilly hat erste Details des Restrukturierungsplans verraten: Er setzt auf eine Modell- und Umweltoffensive. Und auch die Verhandlungen mit der Belegschaft kommen voran.