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Hybridkrieg der USA gegen Russland tritt in die offene Phase

Seit zehn Jahren würde Russland vor dem Hintergrund eines von den USA und ihren Verbündeten entfesselten „Hybridkrieges“ leben, meint der Chef des russischen Ermittlungskomitees Alexander Bastrykin und betont, dass dieser Krieg auf politischer, wirtschaftlicher, medialer, aber auch rechtlicher Ebene geführt wird. In den letzten Jahren hätte dieses Vorgehen eine qualitativ neue Phase des offenen Widerstandes erreicht und Russland bräuchte “eine harte und symmetrische Antwort” darauf.

Darüber hinaus wirft Bastrykin dem Westen vor, Russland mit Hilfe von „Währungskriegen“ unter Druck zu setzen. Seiner Meinung nach ließen die USA die nationalen Währungen der Schwellenländer abstürzen, indem sie die Dollar-Menge manipulierten. Um das abzuwehren, sollte man die Kontrolle über die grenzübergreifenden Kapitalbewegungen verschärfen.       

Dabei weist Alexander Bastrykin darauf hin, dass die US-Ausgaben für Programme zur Entwicklung der Demokratie in den Nachbarstaaten Russlands zugenommen hätten. Der Chef des Ermittlungskomitees ist sich sicher, dass es sich dabei um „Informations- und Ideologiewaffen“ handelt, die man später zur Aufstachelung von antirussischen Stimmungen einsetzen werde.

Der Chef des russischen Ermittlungskomitees meint, dass Russland im Vorfeld der Parlamentswahl, die am 18. September stattfinden wird, eine effiziente Abwehr gegen den medialen Krieg schaffen soll:

„Es ist höchste Zeit, diesem Informationskrieg einen Riegel vorzuschieben. Wir brauchen eine harte, adäquate und symmetrische Antwort. Das wird besonders aktuell im Vorfeld der anstehenden Wahlen und vor dem Hintergrund möglicher Aktivitäten, die das politische Kräfteverhältnis destabilisieren sollen.”

Außer Medienkampagnen werde nun auch das Völkerrecht nach der Meinung Bastrykins immer häufiger als Instrument des „Hybridkrieges“ gegen Russland eingesetzt. Als Beispiel führt er die niederländische Untersuchung des MH17-Abstürzes im Donbass, die Urteile im Fall „YUKOS“, des ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko sowie die Urteile gegen die in den Vereinigten Staaten einsitzenden Staatsbürger Russlands Wiktor But und Konstantin Jaroschenko an:      

„Leider werden das Völkerrecht und die darauf basierende Justiz immer öfter zum Instrument in diesem Krieg. Anschauliche Beispiele dafür sind die Beschlüsse im Fall ʻYUKOSʼ, im Fall des ermordeten ehemaligen FSB-Mitarbeiters Alexander Litwinenko, der Bericht des Niederländischen Sicherheitsrates über die Ursachen des Absturzes der malaysischen Boeing MH17, die Überprüfung der Ansprüche von Russland und Katar, die Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 austragen zu dürfen, durch das FBI, aber auch die Entführung, Verschleppung in die USA und die Verurteilung unserer Staatsbürger Wiktor But und Konstatin Jaroschenko zu längeren Freiheitsstrafen usw.“

RT Deutsch

Ernst & Young-Studie: USA und Russland auf gleichem Korruptionsniveau

Ernst & Young hat seine jährliche Korruptionsstudie veröffentlicht. Demnach hat Russland seine Kennwerte stark verbessert: Im Jahresergebnis hat sich die Anzahl der Befragten, die Bestechung eine verbreitete Erscheinung im Geschäftsleben nennen, um fast ein Drittel verringert. Während im Vorjahr 48 Prozent der Befragten Korruption im Unternehmenssektor als weit verbreitet ansahen, sind es in diesem Jahr laut den Umfrageergebnissen nur noch 34 Prozent. Dies sind auch fünf Prozentpunkte weniger als die Weltrate und das gleiche Niveau, auf dem sich aktuell die USA und Polen befinden. Das Durchschnittskorruptionsniveau beträgt 39 Prozent weltweit, 2014 und 2012 waren es 38 Prozent.

Laut der aktuellen Forschung gaben nur acht Prozent der Unternehmen zu, dass man in ihren Branchen zu Schmiergeldzahlungen greift, wenn ein Geschäft abgeschlossen werden soll. Diese Zahl ist in Russland um das Dreifache kleiner als im Vorjahr und kleiner als die Weltrate (elf Prozent). Besonders verbreitet ist das genannte Problem in der Ukraine (36 Prozent), in Kenia (32 Prozent) und Kolumbien (30 Prozent).

Ernst & Young selbst führt die aktuellen Umfrageergebnisse auf die Antikorruptionsaktivitäten der Behörden zurück. „Russische Behörden entwickeln und vervollständigen Antikorruptionsgesetze weiter. Unter anderem wurde die Liste der Beamten erweitert, die ihre Einnahmen publik machen sollen sowie potentielle Interessenkonflikte melden“, wird der Ernst & Young-Partner Dmitri Zhigulin von der Nachrichtenagentur RBK zitiert.

An der Umfrage haben Mitarbeiter von Einzelhandelsunternehmen, Industriebetrieben, Mineralölgesellschaften und Energieunternehmen teilgenommen. Die Studie wurde in Russland von Oktober 2015 bis Januar 2016 durchgeführt, dabei wurden Mitarbeiter der Rechts- und Finanzabteilungen von 50 russischen Großunternehmen mit einem Jahreseinkommen rund 1 Milliarde US-Dollar befragt.

Fast 3.000 Befragte aus 62 Ländern nahmen an der Studie teil. Demnach ist das Korruptionsniveau im Unternehmenssektor in Brasilien (90 Prozent), in der Ukraine (88 Prozent) und in Thailand (86 Prozent) am höchsten. Am niedrigsten sind die Werte in Finnland (0 Prozent)und Schweden (4 Prozent). 

RT Deutsch

Friedensgespräche: USA geben Russland Mitschuld an Unterbrechung der Syrien-Konferenz

Wer ist verantwortlich für die Vertagung der Syrien-Gespräche? Frankreich und die USA beschuldigen nun auch Russland: Moskau behindere mit seinen Luftangriffen im Bürgerkriegsland die Suche nach politischen Lösungen.
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